Journal Ausgabe 10 vom April 2004

Journal Ausgabe 10 vom April 2004

2004

Hallo, liebe Fußballfreunde!

„Dem Nachwuchs die besten Chancen“ möchte die 1. Fußballschule Rhein-Neckar auch in ihrer zehnten Saison allen fußballbegeisternden Kindern im Alter von 6 bis 16 Jahren bieten.
Dazu darf ich euch, auch im Namen aller Trainer und Betreuer, recht herzlich zu unserem zehnten Journal „Alles über die 1. Fußballschule Rhein-Neckar“ begrüßen.
Fußball, Deutschlands Sportart Nummer Eins, hat nicht ausgedient. Trotz der zahlreichen Modesportarten rennen immer mehr Kinder und Jugendliche dem runden Leder hinterher. Unsere Fußballschule legt dabei aber nicht nur großen Wert auf die sportliche Ausbildung. Wichtig ist es auch für uns, die Freude am Fußball zu vermitteln. Die pädagogische Herausforderung nehmen wir gerne an.


Ab dem 03. Mai werden wieder über 250 Kids betreut und ausgebildet. An den fünf Stützpunkten Mannheim, Weinheim, Altlußheim, Wachenheim und Unter-Flockenbach bieten wir an 5 Tagen in der Woche 14 Lehrgänge an, die von 19 Trainern und Betreuern geleitet werden. Hinzu kommt vom 02. bis 08. August unser jährliches Sommer-Feriencamp in Weinheim, an dem wieder 40 Teilnehmer/innen erwartet werden.
Aufgrund der geringen Nachfrage wird an dem Stützpunkt Frankenthal für diese Saison eine Pause eingelegt. Neu installiert wurde hingegen Unter-Flockenbach.
Ein recht herzliches Dankeschön an Rana Nag für das Engagement und die tolle Unterstützung bei dem Aufbau des neuen Stützpunktes. Danke Jürgen Kraft und Markus Gaupp für die Beiträge im Journal und für den hohen Zeitaufwand bei der Erstellung unserer Präsentation für die Informationsveranstaltung.


Vielen Dank gilt es auch an alle Werbepartner und Sponsoren zu sagen. Aufgrund der langjährigen Unterstützung sieht die Fußballschule in 2005 ihrem 10 jährigen Jubiläum entgegen. Für diesen Anlass laufen die Planungen schon auf Hochtouren.
Zum Abschluss wünsche ich allen Teilnehmern eine tolle Saison und den Lesern viel Spaß beim schmökern. Sollte unser Journal bei Ihnen Interesse geweckt haben, besuchen Sie uns auf den neugestalteten Internetseiten unter www.fussballschule-rhein-neckar.de.

Mit sportlichen Grüßen
Ihr Hans-Jürgen Boysen 


„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!“

Die 1. Fußballschule Rhein-Neckar eröffnet in Unter-Flockenbach einen weiteren Stützpunkt


Seit diesem Jahr wird in Unter-Flockenbach ein weiterer Stützpunkt der 1. Fußballschule Rhein-Neckar eröffnet werden. Wir als Gastgeber freuen uns nicht nur auf die Fußballschule, vielmehr sind wir sehr stolz auf die Wahl unseres Sportgeländes durch die Fußballschule. Schon lange schwebt uns eine „Weiterbildung“ unserer Kinder und Jugendlichen im Heimatverein vor.
Hier denken wir vom SV Unter-Flockenbach nicht nur an unseren eigenen Verein, sondern auch an alle benachbarten Vereine. Gerne stellen wir unser Sportgelände für diesen Zweck der 1. Fußballschule Rhein-Neckar zur Verfügung. Eingeladen sind alle Kinder und Jugendliche aus der Region. Mit Hilfe der Fußballschule können wir unseren Jugendspielern eine sehr gute Ausbildung in den kleinen Heimatvereinen und in der vertrauten Umgebung anbieten.


Diese Ausbildung soll die Vereinsarbeit im Jugendbereich sinnvoll ergänzen. Vor allem von der Ausbildung im Bereich Technik erwarten wir uns viel. Aber auch alleine das Flair vom Profifußball, welches die Trainer der Fußballschule verbreiten, ist sicher ein Anreiz für die Jugendlichen, um sich hier doch noch gewisse Kniffe zu holen. Bereits bei unserer Sportplatzeinweihung und bei dem ersten Schnuppertraining war der Andrang entsprechend groß.


Apropos neuer Sportplatz… Unser Verein hat im Herbst 2003 ein neues Kunstrasenfeld fertig gestellt. Hierbei handelt es sich um die neueste Generation der Kunstrasenbranche. Inzwischen ist man soweit, dass der Kunstrasen einem Naturrasen immer ähnlicher wird. Dieses gilt nicht nur für den optischen Standpunkt, sondern auch für die Spiel- und Laufeigenschaften. Da unser Verein das Projekt „Kunstrasen“ in eigener Regie gemeistert hat, sind wir auf das Ergebnis sehr stolz. Dass die Fußballschule sich für unseren Platz als weiteren Stützpunkt entschieden hat, bestärkt uns in der Meinung etwas ganz Tolles in Unter-Flockenbach geschaffen zu haben.
Der neue Sportplatz ist in der Fotogalerie der Fußballschule Rhein-Neckar unter www.fussballschule-rhein-neckar.de oder direkt auf der Homepage des SV Unter-Flockenbach unter www.sv-unterflockenbach.de zu bewundern.


Von der Fußballschule sind wir fachlich, aber auch menschlich sehr überzeugt. Mit Hansjürgen Boysen haben wir einen kompetenten und menschlich einwandfreien Vollprofi kennen gelernt. Die bisherige Zusammenarbeit hat viel Spaß gemacht. Aber auch sämtliche Trainer, die bei uns präsent waren, haben den Kindern viel Spaß bereitet und fachlich eine große Kompetenz vermittelt. Unsere Jugendlichen freuen sich auf die Einheiten mit den vorgesehenen Trainern Peter Schneider, Joachim Groh und Markus Gaupp.


Jetzt hoffen wir auf viele Jugendliche, die durch die Fußballschule den nötigen Feinschliff für die weitere Fußballerkarriere erhalten. Wir „kleineren“ Vereine sind froh, unseren Jugendspielern dieses Angebot bieten zu können. Wie bereits erwähnt möchten wir alle Kinder- und Jugendlichen vereinsübergreifend zu den Trainingseinheiten der 1. Fußballschule Rhein-Neckar einladen.
Dem gesamten Team der FS um Hans-Jürgen Boysen wünschen wir weiterhin großen Erfolg im Sinne der Jugendlichen, vor allem natürlich „unserem“ Team in Unter-Flockenbach mit Peter Schneider, Markus Gaupp und Joachim Groh.


Rana Nag SV Unter-Flockenbach


Falls die Lehrerin mal fragen sollte! Was ist eigentlich …
Wissenswertes und Nützliches über den Fußball

… Abseits?
Die Abseitsregel tritt ein, wenn im Moment der Ballabgabe ein Spieler der angreifenden Mannschaft in der gegnerischen Hälfte näher zur Torlinie steht, als ein Spieler und der Torwart der verteidigenden Mannschaft. Gleiche Höhe gilt nicht als Abseits. Die Abseitsregel tritt außer Kraft, wenn der Ball vom verteidigenden Spieler zuletzt berührt wurde. Wurde der Spielzug von den Schiedsrichtern als Abseits entschieden, erhält die verteidigende Mannschaft einen Freistoß.


… ein Benefizspiel?
Ein Benefizspiel ist ein Spiel, bei dem der Erlös aus den Eintrittsgeldern und den Fernseheinnahmen einem guten Zweck zugute kommt.


… ein Comeback?
Das Wort Comeback kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt: „Zurückkommen“. Es wird verwendet, wenn ein Spieler nach einer langen Verletzung oder sogar nach dem Ende seiner Karriere wieder zurückkehrt und weiter Fußball spielt. Manchmal wird es auch verwendet, wenn ein Spieler lange Zeit schlecht gespielt hat und wieder besser geworden ist.


…der DFB?
Der DFB (Deutscher Fußballbund) ist die Dachorganisation für alle Fußballvereine in Deutschland. Er wurde am 28. Januar 1900 in Leipzig gegründet. Vertreter von 86 Vereinen waren anwesend. 1928 verlegte man den Sitz des DFB nach Berlin. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der DFB am 10. Juli 1949 in Stuttgart wieder gegründet und hat heute seinen Sitz in Frankfurt/Main.
Er ist mit über 6,1 Millionen Mitgliedern und ca. 27000 Vereinen der größte Fußballverband der Welt. Der DFB ist heute zuständig für die Bundesliga, den DFB-Pokal und die verschiedenen Nationalmannschaften.


… eine Englische Woche?
Muss eine Mannschaft innerhalb einer Woche mehr als einmal spielen, bezeichnet man diese Woche als englische Woche. Dies ist dann der Fall, wenn neben den normalen Spielen auch noch am Dienstag oder Mittwoch gespielt wird. Der Begriff kommt aus England, weil dort früher mehrmals in der Woche gespielt wurde.


…die FIFA?
Abkürzung für den Internationalen Fußball-Verband. Ihm sind alle Verbände der Welt angeschlossen. Insgesamt ist der Dachverband für über 50 Millionen Fußballspieler in der ganzen Welt zuständig. Die FIFA richtet die Weltmeisterschaft aus. Sie bestimmt aber auch über die allgemein gültigen Regeln. Sieben Verbände gründeten 1904 in Paris den Internationalen Fußballverband.


… ein Hattrick?
Erzielt ein Spieler innerhalb einer Halbzeit drei Tore in Folge, spricht man von einem Hattrick. Dabei darf aber in der Zwischenzeit kein anderer Spieler ein Tor erzielen. Ein Hattrick kommt relativ selten vor.


… ein Joker?
Dieser Ausdruck ist aus dem Kartenspiel entnommen. Er bezeichnet einen Spieler, der nach seiner Einwechslung noch entscheidende Akzente setzen konnte. Wenn einem Spieler dies mehrfach gelungen ist, bezeichnet man ihn als Joker. Er ist dann quasi die Trumpfkarte des Trainers.


… ein Konter?
Schneller Gegenangriff aus der eigenen Verteidigung, wenn dem Gegner der Ball abgenommen wurde. Meist spricht man von einem Konter, wenn der Gegner besonders weit aufgerückt und kein Spieler mehr in der eigenen Hälfte verblieben ist. Ein leichtsinniger Ballverlust kann oft einen gefährlichen Konter auslösen.


… eine Lizenz?
Die Erlaubnis des DFB für einen Verein oder einen Spieler, an der Bundesliga oder der Zweiten Liga teilnehmen zu dürfen. Für den Verein gilt eine Lizenz nur für ein Jahr, für einen Spieler für immer. Die Lizenz muss jedes Jahr neu beantragt werden. Dazu werden bestimmte Unterlagen erforderlich. Allerdings kann der DFB dem Verein oder dem Spieler die Lizenz auch entziehen. Bei den Vereinen wird dabei auf die Ausstattung des Stadions, aber vor allem auf die wirtschaftliche Situation geachtet.


… die UEFA?
Die UEFA ist der Dachverband aller europäischen Fußballverbände. Die UEFA wurde 1954 mit 30 Verbänden gegründet. Später kamen noch die Türkei, Malta, Zypern, Liechtenstein, die Färöer-Inseln und San Marino dazu. Die UEFA hat ihren Sitz in Bern/Schweiz. Die UEFA ist für die Durchführung der europäischen Wettbewerbe zuständig. Dazu gehört die Europameisterschaft, die Champions League und der UEFA – Cup.


Das Geheimnis der Fußball-Begeisterung
Faszination und „Wir-Gefühl“ / Jeder weiß bescheid

Fußball ist der Sport der Moderne: er bietet dem Publikum Wir-Gefühl ohne Verpflichtung und Deutlichkeit ohne Nachdenken. Das Geheimnis der Fußball-Begeisterung ist, dass sie sich mit dem Zeitgeist wandelte. Die jeweils aktuelle Begeisterung ist dabei ein Spiegel der gegenwärtigen Gesellschaft und der psychischen und sozialen Bedürfnisse der Bevölkerung. Kennzeichen unserer Zeit ist die wachsende Vereinzelung der Menschen. Sie sind nicht mehr in die klassischen sozialen Systeme eingebunden, die vor Jahrzehnten noch Sicherheit und Halt gaben. Heutzutage ist es sehr selten, dass sich zwei Menschen begegnen, die über die gleichen Interessen verfügen. Berührungspunkte zwischen den Menschen sind rar geworden und damit auch die Gelegenheiten, bei denen sie soziale Bindungen eingehen und erleben können.


Im Fußball-Stadion dagegen ist Sozialleben noch massenweise zu haben, ohne sich in das Leben anderer hineinversetzen oder daran teilhaben zu müssen. Über Fußball weiß jeder Bescheid, darüber zu diskutieren ist ein willkommener Anlass. Wie automatisch macht man die „Welle“ im Stadion. Wer dennoch meint, regungslos sitzen bleiben zu müssen, erntet abfällige Blicke.
Dagegen bekommt jeder Beifall, der gegen den Schiedsrichter oder die gegnerische Mannschaft wettert. Gemeinsamkeiten zwischen Wildfremden sind schnell hergestellt und nicht umsonst nennt man je nach Anhängerschaft das Publikum auch den zwölften Mann auf dem Spielfeld. Dieses Dazugehörigkeitsgefühl ist einer der Gründe, warum sich Menschen für den Fußball begeistern und in die Stadien pilgern. Das Positive ist eben dieses Wir-Gefühl, das man heutzutage nur noch selten findet, dieses sich gemeinsam für etwas begeistern.


Dieser Wirkung des Fußballs messen Psychologen und Soziologen eine enorme Bedeutung zu. Menschen, die in belasteten Verhältnissen oder in Anonymität und Isolation leben erhalten hier den Halt, der ihnen im Alltag abhanden gekommen ist. Je anonymer der Alltag, um so mehr erfüllt der Fußball Gemeinschaftsfunktionen. Dabei ist die Angst, bei einem unwiederholbaren Ereignis nicht dabei gewesen zu sein größer, als die Enttäuschung über teure Eintrittskarten oder die Schmach, mit dem Verein der Wahl verloren zu haben. Faszination Fußball. Dabei von Körperästhetik zu sprechen ist angesichts krummer, stämmiger Beine eigentlich ein Frevel. Auch das Spiel an sich ist selten ein Genuss: ein Spiel besteht meistens aus Fehlpässen und taktischen Zwängen und selten aus ästhetischen Ballwechseln. Aber die Fans aller Altersgruppen zieht heute wohl weniger die Harmonie des Sports als vielmehr der massive Körpereinsatz in Bann. Körper und Kampf – der Normalverbraucher will reichlich Tore sehen, auch ohne spielerische Raffinesse. Die Entscheidung für den Fußball jedenfalls gibt den Menschen ein Stück Sinn. Der Wunsch nach Klarheit, Überschaubarkeit und Einfachheit steht in unserer heute so komplexen Gesellschaft ganz hoch im Kurs.


(Informationen zu diesem Text aus einem Beitrag vom Goethe-Institut 2002)


Wie Fußballregeln das ganze Leben verändern!
Wissenschaft und Hochstapelei für den erwachsenen Fan

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zwingen uns, mehr Respekt vor einer Regel im Fußball zu zeigen, die bislang bei falscher Auslegung durch den Schiedsrichter die Anhänger wechselweise zur Raserei brachte oder in tiefste Depressionen stürzte: das Abseits. Denn die Übertragung von Fußball im Rundfunk und später Fernsehen konnte erst durch die moderne Abseitsregel populär werden. Wir erinnern uns: Die Abseitsregel ist seit jeher so kompliziert, dass der gemeine Fußballfan eine entsprechende Spielszene auf seinem Sofatisch mit leeren Bierflaschen und einem Aschenbecher nachstellen muss, um sie dann immer noch nicht zu verstehen.


In den Anfängen des Fußballs gab es eine besonders ärgerliche Version: „Jeder Spieler, der der feindlichen Linie näher steht als der, der den Ball stößt, ist abseits.“ Dies bedeutete, dass der Spieler nur mit dem Ball nach vorne laufen durfte und dass das Abspiel nur nach hinten erfolgen durfte: Einen Beckenbauer mit seinen aus dem Fußgelenk gespielten, das gesamte Spielfeld überbrückenden Pässen oder einen Netzer mit seinen strategischen Spielzügen aus der Tiefe des Raumes hätte es bei einem Fortbestand dieser Variante wohl nie gegeben.


Welch ein Segen daher für die Menschheit, dass sich in den siebziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts allmählich eine neue Bestimmung durchsetzte. Danach war keine Abseitsstellung gegeben, wenn mindestens drei Gegner im Moment des Abspiels sich näher an ihrer eigenen Torlinie befanden als die Angreifer. Dadurch konnte sich eine Spielweise entwickeln, die der Fußballfachmann damals als „offensives Spielsystem“ bezeichnete.


Allerdings muss den Zuschauern diese Bezeichnung schon bald als eine unverschämte Hochstapelei erschienen sein, da auch die neue Regel nur selten einen gefälligen Kombinationsfußball mit vielen Torraumszenen zuließ. Daher verabschiedete 1925 der International Board, die Weltregelkommission für den Fußball, eine neue Version: Danach mussten zum Zeitpunkt des Abspiels nicht mehr drei, sondern nur noch zwei Gegenspieler ihrer Torlinie näher stehen als die Angreifer.


Dies war, so der Kulturwissenschaftler Bernhard Siegert, der Augenblick, in dem sich das damals noch junge Medium Radio für den Fußball wirklich zu interessieren begann. Zwar gab es schon vorher einige Live-Übertragungen von Spielen; diese vermochten den Zuhörer aber kaum zu fesseln. Der Reporter hatte nämlich die undankbare Aufgabe, eine Partie zu kommentieren, in der die Spieler aufgrund der strengen Abseitsregelung kaum nach vorne zu passen wagten und daher den Ball ständig bei Fummeleien an der Mittellinie vertändelten. Erst mit der Änderung kam jene Dynamik ins Spiel, welche die Reportage zu einem aufwühlenden, nervenzerreibenden Ereignis machte. Nun wurde der Zuhörer nicht mehr mit Kommentaren wie „Der Ball geht in hohen Schlägen etwa in der Mitte des Feldes hin und her“ sanft in den Schlaf gewiegt, sondern mit Schilderungen wie „Bonhof zu Wimmer, Wimmer zu Netzer, der gibt steil auf Rupp, der müsste schießen“ zu einem mitfiebernden Zeugen der Geschehnisse auf dem Platz gemacht.


Siegert versteht es, die philosophische Dimension dieser entscheidenden Etappe in der Entwicklung der Fußballreportage im Hörfunk auszuleuchten: Ähnlich wie nach Heidegger das Wort dem Ding erst das Sein verschafft, verschaffe der Pass in den freie Raum, der die Bewegung des Stürmers antizipiert, dem Spiel erst das Sein.


Diese Erkenntnis, stellt laut Siegert besondere Ansprüche an den Reporter. „Antizipierende Reaktion“ sei von ihm gefragt, was vereinfacht ausgedrückt – nichts anderes bedeutet, als dass er das Tor möglichst schon erahnen sollte, bevor es wirklich fällt. Nur ein Reporter wie Herbert Zimmermann, der über diese Fähigkeit verfügte, war also zu jenem legendären Satz fähig, der sich in das Gedächtnis der deutschen Fußballfans tiefer eingegraben hat als der Text der Nationalhymne: „Rahn müsste schießen, Rahn schieß – Tor, Toor, Tooor!“


Siegerts Erkenntnisse zwingen dazu, die Änderung der Abseitsregel aus dem Jahre 1925 und die damit verbundene Aufwertung der Rundfunkübertragung als Sternstunde der Fußballgeschichte zu betrachten, der mindestens die gleiche Bedeutung zukommt wie dem Wunder von Bern im Jahre 1954. Denn ohne das Radio hätte es niemals einen deutschen Fußballgott namens Toni Turek gegeben, und Rahns Schuss zum 3:2-Sieg über Ungarn wäre vielleicht schon bald in Vergessenheit geraten. Was wäre dann nur aus Deutschland geworden?


(Gekürzt und zusammengefasst aus: Nils Havemann in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 23.01.2002)


Goalie – wir brauchen Dich oder der Tor im Tor?
Alle spielen sie nur mit dem Fuß – Alle, bis auf einen!

Das Tor: 2,41 m hoch, 7,32 Meter breit. Der Tor: Narr, Unwissender, Dummkopf… Torwart: Der Wärter des Tores. Er wartet und wartet. Worauf wartet er?


Torhüter: Der Hüter des Tores. Er hütet, beschützt sein Tor. Torsteher: Er steht im Tor im Tor im Tor – und ich dahinter… Warum steht er? Tormann: Ein Mann – ein Tor! (?). Ein Mann wartet, hütet, steht. Im Tor, der Tor.


Alle anderen spielen. Spielen Fußball. Schießen Tore, auf das Tor, auf den Torwart, -hüter, -steher, -mann. Sie spielen Ball nur mit dem Fuß! NUR mit dem Fuß!!! Jedenfalls nicht mit der Hand. Alle spielen sie nur mit dem Fuß. Alle bis auf einen.


Der, der nicht mit dem Fuß spielen kann. Der, der bloß nicht stören soll. Der stellt (von: stehen) sich am besten irgendwo da hinten hin. Laufen kann er ja auch nicht so gut. Also: In das Tor stellen – Du Torsteher. Und dann wartest du, du Torwart. Aber nicht stören, die anderen, beim Spielen.


Die anderen trainieren ja auch das Spielen. Um besser zu werden. Um besser zu spielen. Und du, du stehst auch im Training bloß nicht im Weg rum. Stell dich ins Tor und warte bis wir dich brauchen… Bis wir auf dich schießen, du Tor. Pass auf du Steher, du Wärter, heute ist Spieltag. Beim Warten und Stehen musst du heute auch das Tor hüten. Dein Tor. Unser Tor. UNSER TOR? Wir brauchen Dich Du stehender, wartender, hütender Tormann. Du musst heute für uns die Bälle festhalten, fausten, abklatschen. Im Flug fangen, hechten, fallen. Dann natürlich wieder schnell aufstehen und den Ball abwerfen zupassen, abschlagen oder zurollen. Eckbälle und Flanken abfangen musst Du natürlich auch. Bei Rückpässen den Ball annehmen und mitnehmen, zupassen mit rechts und links – klar musst Du auch.


Und dirigieren, lautstark sowieso. Am besten also nicht nur rumstehen sondern mit spielen – das wäre gut! Wie? Wie Du das machen sollst? Du stehst im Training doch immer nur rum? Und wartest? Keine Ahnung wie?! Aber wir brauchen Dich. Wir Abwehrspieler, wir Mittelfeldspieler, wir Angriffsspieler – Dich brauchen wir, Du Torspieler. Bitte werde heute nicht zum TOR. Wir werden Dir auch helfen TORSPIELER zu werden. Wir üben mit Dir alles, was Du so an TOR-SPIEL-TECHNIKEN brauchst.


Bitte, bitte spiele mit uns – ohne Dich werden wir verlieren. Wir wollen aber nicht verlieren! Stell Dich bloß nicht ins Tor und warte – spiele mit uns vor Deinem Tor mit. Und benutze dann noch Deinen Kopf und Deine Hände. Du bist kein Tor. Du bist einer von uns. Der Mann im Tor ist kein Tor, nur weil er sich für seine Mannschaft in Bälle wirft.


Der Tor ist ein anderer: Derjenige, der weiß, dass er einen Torspieler braucht, ihm aber nicht hilft Torspieler zu werden. Torwärter, Torsteher und Torhüter sind einfach bestimmt: „Geh‘ ins Tor, Du TOR!“


Torspieler werden nur mit viel Geduld geformt: Üben, üben, üben.


Übung macht den Meister! Wir üben nicht Tore schießen, wir üben Bälle halten!!!


WER möchte mit üben? Alle Torspieler sind recht herzlich dazu eingeladen…

Euer Torwarttrainer Markus Gaupp


Training, Spiel und Spaß
Die 1. Fußballschule Rhein-Neckar zu Gast im Kultur und Sportzentrum in Edingen-Neckarhausen


Getreu dem Motto „Training, Spiel und Spaß“ trafen sich im September vergangenen Jahres 21 Jugendspieler der Spielvereinigung Fortuna Edingen 1910, um unter Anleitung von „Kalle“ Bührer und Gerold Renzland, Trainer der 1. Fußballschule Rhein-Neckar, einen Übungstag im Sportzentrum zu verbringen.


Die Jugendlichen erlebten eine abwechslungsreichen Tag mit vielen lehrreichen Trainingseinheiten. Nicht nur die Spieler selbst sondern auch die Jugendtrainer konnten von den vielen guten Tipps und Anregungen während der Veranstaltung profitieren. Ein Dankeschön seitens der Verantwortlichen der Fortuna ging an Sportkamerad Rudi Reutemann, der den Kontakt zur Fußballschule geknüpft hatte, an die Eltern und ihre Kuchenspenden sowie alle Helferinnen und Helfer, und natürlich die beiden Trainern mit ihrem tollen Programm.


Ein tolles Ferienerlebnis!
Trainingstag der SG Ottoschwanden mit der 1. Fußballschule Rhein-Neckar

Für die fußballbegeisterten Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahre ist das Training im letzten August mit dem ehemaligen Bundesligaprofi Karl-Heinz Bührer und Gerold Renzland, beide Trainer der 1. Fußballschule Rhein-Neckar, sicherlich noch in bester Erinnerung.


An drei Tagen hatten die Kids während der verschiedenen Trainingseinheiten Gelegenheit, sich von den Trainern instruieren zu lassen und sich in verschiedenen Varianten zu üben. Tricks, Kniffe und Täuschungsmanöver, wie sie auch von den Profis angewandt werden, wurden ebenso wie Schusstechniken oder das Zweikampfverhalten vermittelt.


Klar, dass da keine Langeweile aufkommen konnte, zumal auch außerhalb des Trainings ein interessantes Rahmenprogramm geboten wurde. Unter anderem wurde auch das DFB-Pokalspiel zwischen dem FC Emmendingen und dem SC Freiburg besucht oder beim gemeinsamen Grillen mit den Eltern über den Fußball gefachsimpelt.


Werben auch SIE! Im JOURNAL der
1. Fußballschule Rhein-Neckar

Ihr Ansprechpartner: Hans-Jürgen Boysen

1. Fußballschule Rhein-Neckar * Postfach 1105 * 71544 Aspach
Telefon (07148) –16 65 33 * Telefax (07148) – 16 65 34
email: fussballschule@t-online.de
www.fussballschule-rhein-neckar.de


Fußball mit den Profis – Start ins Training
Trainingsbeginn am 03. Mai / Faszination Fußball geht in die 10. Saison

Die 1. Fußballschule Rhein-Neckar geht in ihre zehnte Saison. Der bewährte Trainerstab mit vielen ehemaligen Profis und DFB-lizenzierten Fußballlehrern (u.a. Hans-Jürgen Boysen, Gerd Dais, Karl-Heinz Bührer, Joschi Groh, Stefan Groß), nimmt am 3. Mai 2004 wieder das Fußballtraining auf.
Die Trainer und Betreuer möchten fußballbegeisterten Mädchen und Jungen im Alter ab 6 Jahren die Faszination Fußball näher bringen. In regelmäßigen wöchentlichen Übungsstunden werden in spielerischer Form technische und taktische Elemente eingeübt, die das individuelle Spielvermögen schrittweise helfen zu verbessern. Homogene Kleingruppen stärken das soziale Lernen und fördern den persönlichen Entwicklungsprozess der Kinder und Jugendlichen.


Die 1. Fußballschule Rhein-Neckar sieht sich nicht als Konkurrenz zu den Vereinen, ihr Angebot soll als Ergänzung zum Vereinstraining gesehen werden. Vereinslose Kinder können Klubs der Region zugeführt werden. Jeder Teilnehmer erhält seine umfangreiche, persönliche Trainingsausrüstung.
Wir wünschen allen Beteiligten eine interessante und abwechslungsreiche Saison und natürlich jede Menge Spaß bei der Ausübung unseres Lieblingssportes.

Hans-Jürgen Boysen


Danke Christian Ziegler!


Das Team der 1. Fußballschule Rhein-Neckar bedankt sich ganz herzlich bei Christian Ziegler, Firma sportomed, der es mit seinem profunden Fachwissen immer wieder versteht, die kleinen und auch großen „Wehwechen“ der Akteure auszukurieren. Wir freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit Dir in der aktuellen Saison!


Dein Team der 1. Fußballschule Rhein-Neckar


Zurück zu den Anfängen – Geschichte des Fußballs
Eine (Fußball-) Zeitreise von Jürgen Kraft

Das 20. Jahrhundert war das Jahrhundert des Fußballs. Kein anderer Sport wurde so populär, groß und einflussreich wie das „englische Spiel“. Die Ursprünge des Fußballs lassen sich in England mindestens bis ins 10. Jahrhundert zurückverfolgen. Erste schriftliche Hinweise finden sich aus dem 14. Jahrhundert, als das Spiel per königlichem Erlass verboten wurde.


Mit dem heutigen Fußball hatte der damalige Folk Football oder Village Football allerdings nur wenig gemeinsam. Es war ein Volksspiel im wahrsten Sinne des Wortes, an dem ganze Ortschaften teilnahmen. Eine klare Unterscheidung zwischen Spielern und Zuschauern gab es nicht. Die Regeln basierten auf einfachen, ungeschriebenen Gewohnheitsregeln. Das Spielfeld war eben so wenig wie die Dauer und die Anzahl der Spieler exakt festgelegt. Eine systematische Arbeitsteilung gab es nicht und Teams im modernen Sinne existierten nicht.


Ein Katalysator für die Verbreitung des Spieles war der Derby-Charakter vieler Begegnungen, der sich allein schon aus den damals beschränkten Reisemöglichkeiten ergab. Der Begriff „Derby“ stammt vom berühmt-berüchtigten Shrove-Tuesday-Kampf zwischen den Pfarrbezirken All Saints und St. Peter’s in Derby (engl. Stadt). Am traditionellen Spiel waren damals auf beiden Seiten zwischen 500 und 1000 Akteure beteiligt. Die Spieldauer betrug rund sechs Stunden. Zum Spielfeld gehörte auch der Fluss Derwent. Der Volksfußball war eine äußerst raue und brutale Angelegenheit, bei der es immer wieder zu schweren Verletzungen, vereinzelt sogar zu Todesfällen kam. Kraft und Gewalt, nicht Geschicklichkeit wurden betont.


Um 1850 war der Volksfußball weitgehend verschwunden. In organisierter Form pflegten ihn nur noch die Public Schools. Daneben existierte er als spontanes Spiel in den Arbeitersiedlungen und auf den Pferdekoppeln der Gasthäuser. In den exklusiven Public Schools wandelte sich das Spiel. Der Fußball wurde einem Verregelungs- und Zivilisierungsprozess unterzogen. Eine feste und formale Organisation sowie ein vielfältiges und schriftlich niedergelegtes Regelwerk entstand.


Zwischen 1830 und 1860 kam es zur formalen Organisation, Regulierung und Zivilisierung des Spiels. Die Förderung von Ballspielen wie Fußball, aber auch Cricket, erfolgte zuerst in der Absicht, die älteren Schüler zu mehr Verantwortungsbewusstsein zu ermuntern, wodurch sie zu einem verlängerten Arm der Schulleitung wurden. Mittels sorgfältig organisierter Spiele, die klaren Regeln folgten und ein hohes Maß an Disziplin forderten, sollten den Schülern Tugenden wie Mut, Selbstlosigkeit, Teamwork und Härte anerzogen werden. Vermitteltes Ideal war dasjenige des „christlich gesinnten Gentlemans“, der sich durch kulturelle Bildung, Disziplin, moralisch korrektes Verhalten sowie eine hohe soziale Verantwortungsbereitschaft auszeichnete.


Kader für das Imperium mussten herangebildet werden. Weniger hochgebildete Menschen mit der Fähigkeit wissenschaftlicher Analyse wurden gebraucht als vielmehr solche, die gelernt hatten, sich unterzuordnen bzw. Führungsaufgaben zu übernehmen. Niederlagen und kritische Situationen mit Haltung hinzunehmen, gehörte ebenfalls dazu. Was in Preußen die Armee leistete, musste in England, das keine vergleichbare militärische Tradition kannte, die Public School leisten.
Die Reformen wirkten sich 1846 auf das Ballspiel aus. Anstelle des brutalen Spiels entstand ein „Scheinkampf“, ein Wettkampf auf höherem Zivilisationsniveau. Technische und spielerische Fähigkeiten wurden wichtiger als rohe Gewalt und Kraft. Ende der 1850er Jahre konstituierten sich die ersten außerschulischen und außeruniversitären Fußballclubs. Der erste, 1857 gegründete Klub der Welt, war der FC Sheffield.


1863 wurde in London der Versuch unternommen, ein einheitliches Regelwerk zu schaffen. Die Vertreter von elf Londoner Klubs gründeten die Football Association (FA), die als weltweit erster Fußballverband auf eine Landesbezeichnung im Namen verzichten konnte.


Einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der Autorität der FA und zur nationalen Ausbreitung des Association Game leistete die Einführung eines nationalen Pokalwettbewerbs nach dem K.O.-System. Der FA-Cup wurde erstmals in der Saison 1871/72 ausgespielt. Als ältester englischer Wettbewerb genießt der Cup deshalb in England auch heute noch einen höheren Stellenwert als anderswo.


Der Fußball war nicht auf England beschränkt. Rasch trat er seinen Siegeszug um die Welt an. 1867 wurde in Glasgow mit Queen’s Park der erste Klub gegründet, der übrigens erst acht Jahre später sein erstes Gegentor kassierte! Bereits 1870 fand der erste internationale Fußballmatch statt, bei dem sich England und Schottland gegenüber standen. Das erste kontinentale Land, das sich dem Fußball zuwandte, war die Schweiz. Insbesondere im französischsprachigen Teil um Genf und Lausanne wurde das Spiel in den 1860er Jahren von Engländern, die an Schweizer Privatschulen studierten, eingeführt. Wichtig war die Rolle der Alpenrepublik für den Export des Fußballs in alle Welt. Eines der erfolgreichsten Teams in den frühen Tagen des französischen Fußballs hieß Marseille Stade Helvetique. Das Team bestand ausschließlich aus Schweizern.


In Mailand kam es beim Milan Cricket and Football Club 1908 zu einem Disput zwischen Einheimischen und Ausländern, darunter einige Schweizer. Der Schweizer Enrico Hintermann wurde zum Motor einer Abspaltung, die sich kurz FC Internazionale – kurz Inter – nannte. Der wohl berühmteste Klub der Welt, der FC Barcelona, wurde 1899 vom Schweizer Hans Gamper, der vom Zürcher Klub Excelsior gekommen war, gegründet. Zwischen 1901 und 1903 schoss er 103 Tore für Barca. Bis 1930 wurde er von den Mitgliedern des Klubs fünfmal zum Präsidenten des katalonischen Klubs gewählt.


Natürlich waren insgesamt die Engländer bei der Ausbreitung des Fußballs – vorwiegend über den Seeweg – führend. Sie brachten das Spiel z.B. nach Dänemark. Ein Holländer, der in England studiert hatte, Pim Mulier, brachte es 1879 nach Holland. Der erste italienische Klub, der Internazionale Football Club Torino wurde 1891 vom italienischen Geschäftsmann Eduardo Bosio gegründet, der zwischen Turin und London hin und her pendelte. Zusammen mit italienischen Studenten riefen einige in Turin lebende Briten 1897 den Klub Juventus ins Leben.


Im Dezember 1899 formierte sich der Milan Cricket and Football Klub. Allein schon die erwähnten Vereinsnamen weisen klar auf den englischen Einfluss hin. In Frankreich entstand 1872 der erst Klub in der Hafenstadt Le Havre. Er wurde von englischen Angestellten der Textil- und Waffenfabriken gegründet. In Spanien wurde Soccer um 1890 in den baskischen Nordprovinzen von dort beschäftigten englischen Bergarbeitern importiert – schon der Name des ältesten Vereins, Athletic Club of Bilbao, 1898 von Studenten, die in England das Spiel kennen gelernt hatten, gegründet, weist auf den britischen Einfluss hin.


In Argentinien war Fußball der populärste Zeitvertreib der Seeleute in Buenos Aires, das zur ersten Hauptstadt des Sports auf dem Kontinent wurde. Um 1890 lebten hier rund 40.000 Briten. Sie bildeten die größte und wohlhabendste britische Kolonie außerhalb des Empire. Argentinien war Britanniens wichtigster Handelspartner. 1867 gründeten hier die englischen Brüder Thomas und William Hogg zusammen mit William Herald den Buenos Aires FC, den ersten Klub Südamerikas. Das kleine Uruguay zählt zu den bemerkenswertesten Fußballnationen. Auch hier war Soccer zuerst das Spiel der Elite und Ausdruck der britischen Präsenz.


Junge britische Angestellte gründeten in Montevideo zuerst Cricket- und Ruderklubs. 1891 gründete der English-High-School-Lehrer William Poole den Albion Cricket Club, der auch eine Fußballsektion unterhielt. Wenige Monate später riefen junge britische Ingenieure den Central Uruguay Railway Cricket Club ins Leben, aus dem 1913 der berühmte Klub Penarol wurde. Uruguay gewann die Olympischen Fußballturniere von 1924 und 1928 sowie die erste von der FIFA organisierte Fußballweltmeisterschaft im Jahr 1930.1950 wurden sie erneut Weltmeister, als sie im Finale überraschend Gastgeber Brasilien schlugen.


In Brasilien gilt der 1875 in Sao Paulo geborene Charles Miller, dessen Eltern aus England stammten, als der Fußballpionier des Landes. Miller spielte in England für Southampton, eher er 1894 mit zwei Fußbällen und einem Fußballdress im Gepäck nach Brasilien zurückkehrte. 1895 führte er dort das scheinbar erste „richtige“ Fußballspiel durch. Übrigens: Germania Tempelhof (Berlin) wurde 1888 der erste deutsche Fußballverein. Das Spiel wurde von vielen Erziehern (Turnvätern) hierzulande als „Englische Krankheit“ gebrandmarkt, weil es ihnen wenig ertüchtigend und zu wild schien. Das erste Länderspiel Deutschland-England am 24. November 1899 auf der „Rennbahn am Kurfürstendamm“ ging mit 2:13 Toren verloren.

(zusammengefasst aus: Dietrich Schulze-Marmeling: Fußball. Zur Geschichte eines globalen Sports. Taschenbuch, 255 Seiten)


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• Mitgliedschaft im Förderkreis der Fußballschule
• Präsenz bei unserer 10-jährigen Jubiläumsveranstaltung im Jahr 2005

Sollte unser Motto „Dem Nachwuchs die besten Chancen“ bei Ihnen Aufmerksamkeit und Interesse geweckt haben, stehe ich sehr gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Sie erreichen mich telefonisch unter der Rufnummer 07148/166533 oder mobil unter 0160/97897740.

Ihr Hans-Jürgen Boysen


Special Olympics – Ein Fußballturnier für geistig Behinderte
Gemeinsam für die Menschen der Region / Auch die 1. Fußballschule Rhein-Neckar ist mit dabei

Olympisches Flair wird Einzug halten in den Ludwigshafener Sportpark (Südwest-Stadion). Special Olympics Deutschland e.V. veranstaltet mit Unterstützung der BASF Aktiengesellschaft und der Stadt Ludwigshafen am 12. Mai 2004 ein Fußballturnier für geistig behinderte Menschen aus dem Rhein-Neckar-Dreieck.


Dabeisein ist alles – ob aus der Pfalz, aus Baden-Württemberg oder aus dem hessischen Teil der Region: Alle Behinderteninstitutionen, die eine Fußballmannschaft stellen können, sind herzlich eingeladen. An dem Wettkampftag ist für alles gesorgt, die Verpflegung wird gestellt. Viele Helfer aus der Region werden die Veranstaltung vor Ort unterstützen, darunter auch zahlreiche BASF-Mitarbeiter, die sich spontan als Freiwillige gemeldet haben. Auch die Trainer der 1. Fußballschule Rhein-Neckar haben spontan ihre Mithilfe angeboten und beteiligen sich am Trainingsprogramm. Prominente Sportler und Vertreter aus Politik und Wirtschaft werden die „kleine Olympiade“ in Ludwigshafen besuchen und dem Einmarsch der Olympioniken beiwohnen. Die Festveranstaltung am 12. Mai 2004 wird für alle ein besonderes Ereignis. Der Höhepunkt der Feier wird die Olympische Zeremonie mit dem Einmarsch der Mannschaften, der Entzündung des Olympischen Feuers und dem Eid der Wettkämpfer sowie der Siegerehrung sein.

Geschichte der Special Olympics
Special Olympics International ist weltweit die größte – vom IOC offiziell anerkannte -Sportbewegung für geistig und mehrfach behinderte Menschen.
Special Olympics wurde 1968 in den USA durch die Familie Kennedy gegründet. Hauptziel ist die Verbesserung der Lebensqualität geistig behinderter Menschen durch regelmäßiges sportliches Training und speziell angepasste Wettbewerbe. Der Sport bietet für sie die (oft einzige) Chance einer gesellschaftlichen Anerkennung. Special Olympics Deutschland e.V. wurde 1991 als gemeinsame Initiative großer deutscher Verbände wie der Bundesvereinigung Lebenshilfe, Caritas, Civitan, DBS, Diakonie etc. gegründet. Der als gemeinnützig anerkannte Verein will die erfolgreiche Idee von Special Olympics in die Behinderteneinrichtungen und Sportvereine Deutschlands hineintragen.

DAS PROGRAMM
9 Uhr: Anreise der Sportler und Aufwärmtraining mit Spielern der Fußball-Bundesligamannschaft des 1. FC Kaiserslautern
10-16 Uhr: Medaillenspiele, zusätzliche wettbewerbsfreie Angebote für den schwerer Behinderten
17 Uhr: Empfang der Gäste
17.30 Uhr: Festveranstaltung Special Olympics. Grußworte, Einmarsch der Mannschaften, Olympische Zeremonie, Siegerehrung


Briefe an die Redaktion

Eine lustige Geschichte !
Also, mein Sohn, auch genannt Mickey Maus, ist diese Saison in die D-Jugend gekommen. Zu seinem ungeschickten Geburtsdatum ist er der jüngste (bis zu zwei Jahre Unterschied) und fast der kleinste in der Mannschaft und das als Torwart, der ca. 1,40 Meter misst. Jetzt war ein internes Testspiel gegen die eigene C-Jugend angesagt.


Da wegen Urlaub etc. noch viele von der D1-Jugend abwesend waren, durfte er das Tor hüten. Es war schon lustig anzusehen, da 3 bis 4 Spieler aus Reihen der C-Jugendlichen 1,70 Meter und größer waren. Auch von außen wurde ein wenig geschmunzelt und Witze gemacht! Um auf den Punkt zu kommen: in der ersten Spielhälfte wurde mein Sohn nicht so stark beschäftigt, aber faustete einmal sogar einem der Riesen den Ball vorm einköpfen weg und zeigte viel Sicherheit in seinen Aktionen. Was in Hälfte zwei passierte, war jedoch der „helle Wahnsinn“! Alleine vier mal tauchten die Großgewachsenen frei vor „Mickey Maus“ auf, der jedes Mal allerdings Sieger blieb. Mit dem Kopf, Armen und Beinen, er war nicht zu bezwingen und fischte außerdem mit einer hervorragenden Parade noch einen Weitschuss aus der Ecke. Einmal in Hälfte 1 und kurz vor dem Schlusspfiff machtlos, lautete das Endergebnis schließlich 3:2 für die D-Jugend. Nach der Partie waren sich jedoch alle einig: der Kleinste war der Größte! Lob von allen Seiten, Mit- und Gegenspielern, Zuschauern und Trainern. Auch die, die Witze gemacht hatten, zeigten sich begeistert. Und beim nach Hause gehen war er 1,60 Meter groß. Das war ein ganz großer Tag für „Mickey Maus“, den ihm niemand nehmen kann.


Auf diesem Wege möchte ich mich ganz herzlich bei seinem Torwarttrainer Markus Gaupp bedanken, da er an diesem herrlichen Tag von „Mickey Maus“ großen Anteil hat.


Uwe Glaiber

„Wiederholungstäter“ – seit Jahren im Camp!
Mein Sohn, Noel Rapp fast 15 Jahre alt, schnürt seit 12 Jahren eigenständig seine Fußballschuhe. Mit viel Liebe und Spaß zu seinem Sport hat er durch angeborenes Gefühl zum Ball und viele Trainingseinheiten, nicht nur durch die Vereine (u.a. SV Waldhof Mannheim und 1.FC Kaiserslautern), sondern auch durch die 1.FS Rhein Neckar, sich immer wieder weiterentwickelt.


Bedingt durch einige private Umstände und Umzüge hat er die letzte Saison als 88er Jahrgang nicht in der C-Jugend in Baden Württemberg beenden können, sondern ist in die Pfalz zum ASV Winnweiler gewechselt, um dort die B 1 im Mittelfeld zu verstärken, um deren Klassenerhalt in der Bezirksliga zu sichern. Dort hatte er wegen seines Talentes beim DFB-Stützpunkt montags zusätzlich seine Trainingseinheiten absolviert und wechselt auf deren Empfehlung in der kommenden Saison zum Verbandsligisten Ludwigshafener Sportclub (LSC).


Als Mutter möchte ich zum Schluss noch etwas anmerken: Fleiß, Talent und gutes Training durch gute Trainer, sowohl in der 1. Fußballschule als auch beim DFB-Stützpunkt, haben nicht nur sein Talent gefördert, sondern ihn immer wieder ein Stück nach vorne gebracht.


Petra Rapp



 


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