Journal Ausgabe 5 vom Oktober 1999

Journal Ausgabe 5 vom Oktober 1999

1999 Mit Schwung ins Jahr 2000
 
Lieber Leser,
 
die 1. Fußballschule Rhein-Neckar begibt sich mit dem Jahrtausendwechsel in ein kleines Jubiläum. Es heißt dann „5 Jahre“ 1. Fußballschule Rhein-Neckar.
 
Alle denen die uns in den vergangenen Jahren ihre Unterstützung zu teil werden ließen, sei dafür herzlichen Dank gesagt. Besonders möchte ich hier die Arbeit unseres kompletten Trainerstabes hervorheben, ohne die der jetzige Stellenwert der 1. Fußballschule Rhein-Neckar in unserer Region und darüber hinaus nie erreichbar gewesen wäre.
 
Doch auch den Kids und den Eltern möchte ich nicht versäumen Danke zu sagen. Über die künftigen Ziele der 1. Fußballschule Rhein-Neckar haben wir uns viele Gedanken gemacht um eine weitere Steigerung zu erzielen. Wie Sie sicherlich wissen, ist für die Umsetzung von neuen Zielen der finanzielle Background enorm wichtig. Dies veranlasst mich, auch im Namen aller Trainer der 1. Fußballschule Rhein-Neckar, für das bisherige Engagement unseren Sponsoren zu danken, ohne die das „Unternehmen 1. Fußballschule Rhein-Neckar“ nicht durchführbar wäre.
 
In der Hoffnung auf ein erfolgreiches „kleines Jubiläumsjahr“ verbleibe ich und unser Trainerteam
 
 
mit sportlichen Grüßen
 
Ihr Hans-Jürgen Boysen

Leserbrief
„Der FC Bayern unter den Fußballschulen“

Ex-Profifußballer und FIFA-Lizenz-Inhaber Klaus Funk über die 1. Fußballschule Rhein-Neckar

Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts hatte 1992 in einem Beitrag in der „Welt am Sonntag“ öffentlich ausgedrückt: „Ich sehe schwarz für die Zukunft“. Und auch die Frankfurter Rundschau stellt in einem Kommentar unter der Überschrift „keine Lust auf Kicken“ fest. „Heute wehklagen die Klubs landauf, landab über ausbleibende Nachwuchskicker“. Und aus der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt nur altbekannte Vorschläge: „Der Verein muss attraktiver, muss interessanter werden“, wird Vogts in jenem Rundschau-Artikel zitiert.

Heute, im Jahre 1999, hat sich einiges verändert gegenüber den oben genannten Zeilen. Berti Vogts ist kein Bundestrainer mehr. Man ist dabei, die Zukunft im Deutschen Fußball zu verbessern. Der Nachwuchs ist wieder im kommen, die Anzahl der Jugendlichen in den Vereinen steigt und Fußballschulen sind dabei, sich zu etablieren, sie gelten ebenfalls als Gegenmittel gegen Nachwuchs-Schwund.

Es ist einfach faszinierend wenn man sieht, wie Kinder Fußball spielen. Aus der Freude heraus sich weiter entwickeln, nicht nur im sportlichen sondern auch im sozialen Bereich. Eigenschaften werden gefördert, wie Durchsetzungsvermögen, Beharrlichkeit und der Wille. Alle diese Eigenschaften sind nicht nur im Sport von Nutzen, sondern auch in der Schule und später im Beruf.

Deshalb nochmals ein großes Kompliment an das Team der 1. Fußballschule Rhein-Neckar mit Ihren vielen ehemaligen Ex-Profis, die die Faszination Fußball weiter vermitteln.

Aus Überzeugung behaupte ich, da ich mir schon viele Eindrücke einholen konnte, hier reift was etwas ganz großes im Rhein-Neckar-Dreieck. Für mich ist die 1. Fußballschule Rhein-Neckar der „FC Bayern“ unter den Fußballschulen. Der Verband und die Vereine können ebenfalls von dieser Einrichtung profitieren, wenn man die Sache aus dem richtigen Blickwinkel heraus betrachtet. Es geht hierbei einzig und alleine um dem Fußball und unseren Nachwuchs. Eifersüchteleien sind fehl am Platz.

Mit sportlichen Grüßen

Ihr Klaus Funk


Arsenal London zu Gast
Insel-Kicker übten mit Tennisball

 
Vergleich beider Schulen endete mit einem leistungsgerechten 2:2 Remis

„A good idea“, sagte Paul Butcher zur Übung von Gerold Renzland. Gerold Renzland leitete gerade die 10 Jungs in seiner Gruppe an, einen Tennisball so eng am Fuß und so schnell wie möglich um kleine Hindernisse zu bewegen. „Das ist gut für das Ballgefühl“, teilte Gerold Renzland dem Engländer von der Arsenal Football Academy in London mit.

Auch ein Coach aus dem Mutterland des Fußballs kann noch etwas lernen, was auch eine anschließende Begegnung zwischen dem Arsenal-Nachwuchs und einer Auswahl der 1. Fußballschule Rhein-Neckar dokumentierte. 42 „Boys“ und 2 „Girls“ von der grünen Insel durften unter Anleitung der Trainer Gerold Renzland, Jürgen Kalke, Andreas Fellhauer und „Mike“ Schüssler zuvor verschiedene Ballbehandlungsarten und Finten erproben.


Pflichtfach Fußball
Aus der Sicht einer Anfängerin

Studentin nahm Schnupperkurs bei der Fußballschule auf dem Weg zur Sportprüfung

Erschrocken sah ich auf den Pflichtplan meiner Sportprüfung. Stand da wirklich „Fußball“? Fußball, war das nicht der Sport bei dem 22 Männer einem einzigem Ball hinterher rennen, und versuchen möglichst viele Tore zu schießen???

Genau, wusste ich es doch! Kann ja gar nicht so schwer sein, es sah zumindest immer leicht aus. Gesagt getan, ein Ball, ein paar Jungs und los ging es. Moment mal! Was machen die da eigentlich? Wo war noch mal der Ball? Wie nehme ich ihn an? Wo rennen sie denn? Puh, schwieriger als ich dachte. Genau genommen, konnte ich rein gar nichts. Ich stand nur auf einem, mir endlos groß erscheinenden Rasenplatz. Stand nur da, und wusste nicht so recht was zu tun ist.

Panik! Was passiert nun mit meiner Sportprüfung? Irgendwie muss es doch möglich sein innerhalb einer Woche, möglichst schnell und gut diesen Sport zu erlernen. Doch wo?

Über Freunde habe ich zufällig erfahren, dass es in Feudenheim eine Schule für diesen Sport gibt. Also Nummer von der Auskunft, und ein verzweifelter Anruf in der Fußballschule. Herr Hettinger gab mir freundlicherweise gleich eine Einladung für das nächste Training der Knaben.

Also stand ich Freitags um 15 Uhr voller Tatendrang auf der Anlage des ASV Feudenheim, bei 30 Grad Celsius im Schatten. Herr Hettinger und die Trainer kümmerten sich gleich herzlich um mich. Ich fühlte mich hier von Anfang an willkommen.

Eingegliedert in die Mannschaften bereiteten sie mich systematisch auf meine Prüfung vor. Schon nach wenigen Trainingsstunden machte ich große Fortschritte. Und das lag bestimmt nicht nur an meinem Trainingsfleiß. Die Trainer erklärten mir und den anderen geduldig die Grundlagen und Finten des Fußballs, weihten uns in die Tiefen dieser Sportart ein. Die Stimmung war einfach klasse, kein böses Wort, kein Geschrei, aber trotzdem die nötige Disziplin.

Wie eine richtige Profimannschaft, mit eigenen bedruckten Trikots, sahen sie aus, und so trainierten sie auch. Trotz des gemeinsamen Ziels, dem Profifußball, haben diese Jungen ihre Freude am Sport nicht verloren. Sie trainieren ehrgeizig, konzentriert und diszipliniert. Gefördert von ehemaligen Bundesligaspielern- und trainern, haben sie auch die Chancen, ihren Traum wahr werden zu lassen.

Ich war froh, in dieser Talentschmiede trainieren zu können. Hiermit möchte ich mich auch bei allen bedanken, die mich unterstützt und die mir das Bestehen meiner Sportprüfung überhaupt ermöglicht haben.

Simone Krischke


Neuer Hauptsponsor engagiert sich

Die Deutsche Vermögensberatung AG Direktion Günter Schwindinger aus Bad Dürkheim, fördert Ziele der 1. Fußballschule Rhein-Neckar

Die 1. Fußballschule Rhein-Neckar konnte mit Günter Schwindinger einen absolut „Fußballverrückten“ im positiven Sinne als neuen Hauptsponsor gewinnen. Da Günter Schwindinger der Meinung ist, dass die Erfolgsstory „1. Fußballschule Rhein-Neckar“ erst am Anfang steht, hat er sich entschlossen, langfristig mit unserer Fußballschule zusammenzuarbeiten.

Mehr über Ziele, Strukturen und über die Deutsche Vermögensberatung „Direktion Günter Schwindinger“ erfahren sie in der nächsten Ausgabe unseres Journals.

Die 1. Fußballschule Rhein-Neckar sagt schon heute im voraus vielen Dank!


Aus der Sicht eines Pädagogen
Fußball-Feriencamp in Weinheim

Jürgen Kraft, unser Lehrer aus Neckargemünd schildert in einem offenen Brief seine Eindrücke vom Feriencamp der 1. Fußballschule Rhein-Neckar in Weinheim

Lieber Hans-Jürgen, lieber Markus,

ermuntert durch die vielen positiven Rückmeldungen von den Eltern der Camp-Teilnehmer, sowie der ausdrücklichen Bitte um entsprechende Weiterleitung seitens der Erziehungsberechtigten unserer körperbehinderten Teilnehmer, fühle ich mich veranlasst zu dieser kommentierten Nachbetrachtung, um deren Veröffentlichung im nächsten Journal ich hiermit höflichst bitte.

Bekanntermaßen gibt es recht unterschiedliche Kriterien bei der Bewertung eines Projekts, einer Freizeit, eines Camps oder einer sonstigen zeitlich begrenzten Aktivität. Je nach Perspektive stehen genügend objektive wie subjektive Bewertungsgründe zur Auswahl, die sich zu einer konkreten Einstellung verdichten, welche im Ergebnis eher positiv oder eher negativ ausfällt. Kinder sind oftmals nicht in der Lage umfassend oder differenziert auf die obligatorische Frage ihrer Eltern: „Na, wie war’s“, zu antworten und enttäuschen dann mit einem spärlichen „Gut“, wobei die Art und Weise dieser schlichten Antwort den Eltern sicherlich detailliertere Auskunft über ihr Fragebegehren gibt, als die tatsächliche inhaltliche Bedeutung des wenig präzisierten „Gut“.

Eltern wissen eh wie es ihren Kindern gefallen hat, denn die Erfahrung hat sie unmissverständlich gelehrt, dass Häufigkeit und Dauer der Telefonate (wenig + kurz = gut) während des Campaufenthaltes, sowie Mimik und Gestik beim Abholen, viel aufrichtiger mit dem tatsächlich Erlebten korrespondiert, als irgendein gefordertes Wort.

Vielleicht darf ich deshalb in einigen Worten beschreiben, welchen Eindruck ich von den Tagen im Camp gewonnen habe und was mir an ihren Kindern aufgefallen ist.

Sportlich konnte ich mich von hervorragenden Leistungen überzeugen, die auf einem Niveau angesiedelt waren, welches selbst gestandene Profis (z.B. M.Binz, D.Roth) zu wahren Begeisterungsrufen animierte. Auf dem Offenbacher Trainingsgelände konnte ich mir eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen, als bei gemeinsamen Technikübungen so mancher Profi den ersten Ballverlust beisteuerte. Ihre Kinder spielten wie aufgedreht und boten dem Betrachter in ihrem einheitlichen Outfit ein harmonisches Bild, was den Gedanken der Nachwuchsförderung im eigentlichen Sinne des Wortes zu einer professionellen Realisierung verhalf. Aktueller Profi und talentierter, ambitionierter Jugendspieler über eine gesamte Trainingseinheit gemeinsam am Ball. Beinahe zu schön um wahr zu sein. Ich denke, dies war eine spektakuläre Einlage, für dessen Zustandekommen Hans-Jürgen Boysen ein ganz dickes Lob gebührt.

Es zeugt von sehr hohem Engagement und großer Liebe zum Jugendfußball, wenn ein Trainer einer Bundesligamannschaft die Risiken einer solchen Veranstaltung in Kauf nimmt, um den Kindern ein Erlebnis dieser besonderen Art zu ermöglichen. Die Kinder haben es ihm gedankt mit einer sehr disziplinierten und herzerfrischenden Präsentation; hoffen wir auch, dass es ihm seine Spieler ebenfalls danken werden, indem sie den Mut ihres Trainers mit erfolgreichem und schönem Fußballspiel entsprechend honorieren werden. Auch ihnen hat diese Begegnung sichtliche Freude bereitet. Der OFC hat auf jeden Fall Sympathien gewonnen und sein Fankontingent nicht unerheblich vergrößern können.

Die in diesem Zusammenhang von ihren Kindern verfassten Dankesbriefe an ihre jeweiligen Trainingspartner waren eine sehr schöne Geste, die mir persönlich besonders imponierte.

Erwähnenswert war die warmherzige, offene und faire Atmosphäre, die den Umgang der Kinder untereinander charakterisierte. Es herrschte allzeitig ein verbindlicher, freundschaftlicher Ton, der Gruppenzugehörigkeit und Teamgeist als bindendes Sozialverhalten auswies. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass es zu einer vorbildlichen Integration der drei körperbehinderten Jugendlichen kam.

Erwähnen möchte ich jedoch folgende Begebenheit mit einigen ihrer Kinder, die ich als unbemerkter Zuhörer direkt miterleben konnte. Beim gemeinsamen Tischtennisspiel mit Torsten, einem sichtbar behinderten jungen Mann (Schädelhirntrauma aufgrund eines Fahrradunfalls), wurde er wegen seines hinkenden Ganges und seiner eigenwilligen Händekoordination, von aus dem Fenster schauenden Jugendlichen (andere Gruppe) beschimpft und der Lächerlichkeit preisgegeben. Spontan und sehr vehement haben sich ihre Jungs für Torsten eingesetzt. Darüber hinaus haben sie ihm in ganz rühriger und aufrichtiger Weise Trost zu gesprochen und ihn zum ignorierenden Weiterspielen bewogen. Ich denke dieses Beispiel dokumentiert sehr nachdrücklich meine geäußerte Einschätzung.

Als letzten Punkt will ich noch die Disziplin und die Zuverlässigkeit ihrer Kinder besonders lobend hervorheben. Sie wissen, dass eine solche Veranstaltung auch nur unter dieser Voraussetzung durchführbar ist. Ob Kino-, Miramar- oder Stadionbesuch, ihre Kinder haben sich absolut verlässlich und vorbildlich präsentiert – ich denke das sollten Sie einfach wissen.

Abschließen möchte ich mit einer Beobachtung, die ich Ihnen, liebe Eltern, ebenso wenig vorenthalten möchte wie der Leitung der 1. Fußballschule Rhein-Neckar. Auch Trainer und Betreuer haben in ganz besonderer Weise zu diesem gelungenen Verlauf der Fußballwoche beigetragen, Sie nehmen es mir aufgrund meiner Tätigkeit sicherlich ab, dass ich diesbezüglich sehr wohl weiß wovon ich rede.

Es ist bemerkenswert mit welcher Geduld und Liebe die gemeinten Personen ihre Aufgaben verrichtet haben. Immer ansprechbar zu sein, zu lehren, zu animieren, zu motivieren, zu korrigieren, zu beaufsichtigen, zu regeln, zu helfen, zu machen, zu suchen und ähnliches mehr, verdient schon besonders erwähnt zu werden, zumal es sich in einem sehr entspannten und angenehmen Betriebsklima offenbarte.

Meine Hochachtung für diese professionelle Arbeit und meinen ganz besonderen Dank für die gute Zusammenarbeit während dieser Woche möchte ich deshalb bei Claudia Schweier, Angela Boysen, Jochen Müller, Markus Gaupp, Gerold Renzland, Kalle Bührer, Gerd Dais, Arno Pietz, Peter Langohr, Wolfgang Gulde und Markus Hettinger hiermit veröffentlicht zum Ausdruck bringen.

Mit freundlichem Gruß,

Jürgen Kraft


Reportage über die 1. Fußballschule Rhein-Neckar
Wir über uns oder wie alles begann

Nach 15monatiger Vorlaufzeit eröffnete die 1. Fußballschule Rhein-Neckar im Mai 1995 im Mannheimer Stadtteil Feudenheim erstmals ihre Pforten.

Begonnen wurde damals mit 150 Kindern im Alter zwischen 6 und 16 Jahren. Mittlerweile sind es 400 Jugendfußballer, die in vier Stützpunkten (Feudenheim, Heidelberg, Frankenthal und Weinheim (zuvor Mörlenbach/Odenwald) trainieren.

Die Profikarriere Boysens und die Kontakte Hettingers als ehemaliger Fan-Beauftragter des SV Waldhof (1990-1993) waren bei der Suche nach geeigneten Trainern von Vorteil. Zahlreiche Ex-Bundesligaprofis konnten für den Trainerstab der 1. Fußballschule Rhein-Neckar gewonnen werden. Einige Namen: Jürgen Groh, Karl-Heinz Bührer, Gerd Dais, Stefan Groß und und und.

Insgesamt mehr als 1000 Bundesliga-Spiele absolvierten die Trainer der 1. Fußballschule Rhein-Neckar zu ihren aktiven Zeiten – das kommt beim Nachwuchs an. „Den Dais und den Bührer kannte ich schon vorher“ meint der 15jährige Benjamin, und Florian ist von Boysens „doppeltem Übersteiger“ begeistert.

Aber auch Trainer mit langjähriger Erfahrung im Jugendbereich wie etwa Jürgen Kalke, Arno Pietz oder Gerold Renzland, sowie auch Markus Gaupp, der sich für das Torwarttraining verantwortlich zeigt, trugen maßgeblich zum bisherigen Erfolg der Schule bei.

Toll finden die Kids, dass es nach den Einheiten auch etwas zu Trinken gibt. Apfelsaftschorle und ein Eiweißriegel muntern die Jungs nach getaner Arbeit wieder auf. Und wenn dann noch eine Autogrammkarte oder ein Poster ihrer Idole hinzukommt, ist die Begeisterung natürlich groß.

Ein besonderes Lob hat Boysen da für den FC Bayern übrig. Mit denen klappt die Zusammenarbeit hervorragend. Markus Hettinger nennt noch einen weiteren Vorteil der 1. Fußballschule Rhein-Neckar: „Im Verein besteht ein gewisser Leistungsdruck. Bei uns können sich die Jugendfußballer frei entfalten. Wir können hier in Ruhe arbeiten und viel Spaß verbreiten.

Dazu meint ein Vater: „Seit mein Sohn in der Fußballschule trainiert, ist er viel selbstbewusster geworden“. „Bei uns im Verein sind 22 Mann im Training“, sagt der 7jährige Florian aus dem Stützpunkt in Mannheim-Feudenheim. Sogar 30 Namen stehen auf der Teilnehmerliste von Davids Club-Trainer. In der 1. Fußballschule Rhein-Neckar üben die beiden einmal in der Woche in einer Gruppe von 15-18 Kindern. Dabei wird der Fußballnachwuchs von 3 Trainern trainiert. „Wir haben hier Kleingruppen, in denen auf Stärken und Schwächen der Kinder eingegangen wird“, erklärt Gerold Renzland aus dem Trainerstab der Schule.

Das 75minütige Wochenprogramm der 1. Fußballschule Rhein-Neckar soll als Ergänzung zum normalen Vereinstraining gesehen werden und nicht als Ersatz. Die Technikschulung steht dabei im Vordergrund. Ex-Profi Karl-Heinz Bührer: „Früher haben wir nur gekickt. Hier kann man hingegen wirklich etwas lernen“.

Weitere Ziele der 1. Fußballschule Rhein-Neckar sind die gezielte Weiterbildung von talentierten Schülern und Jugendlichen sowie für Zuwachs in den Vereinen zu sorgen.

Die Kleingruppen unterscheiden die 1. Fußballschule Rhein-Neckar laut „Kalle“ Bührer auch von den großen Fußball-Feriencamps. „Da sind oft zwischen 200-300 Kinder und Jugendliche anwesend und es wird ein Lothar Matthäus oder Oliver Bierhoff eingeladen. Die Kids sind dann von dem Fußballstar begeistert, aber wie soll da individuell trainiert werden!“ Kinder sind im Alter von 8 bis 11 Jahren am lernfähigsten: „Korrektur ist dabei sehr wichtig und das geht nur in Kleingruppen“.

Das merken auch die Eltern. „Die Kinder sind durch die kleinen Gruppen gut motiviert“, meint eine Mutter. Für sie ist es wichtig, dass das ganze gut organisiert und straff geführt ist. „Zudem werde Disziplin im positiven Sinne vermittelt“. „Die Kleinen spüren, dass da Profis dahinterstecken“, lautet das Fazit der Fußballmutti. Einem Vater gefällt, dass „meinem Sohn hier ein richtiges Torwarttraining (Markus Gaupp) geboten wird. In seinem normalen Vereinstraining ist dafür scheinbar kein Platz“.

Gerd Dais, Stützpunktleiter in Heidelberg und Frankenthal, weiß um diese Defizite in den Vereinen. „Es ist schwer, jemanden für den unteren Jugendbereich zu finden, daher gibt es auch kaum qualifizierte Trainier in diesen Altersklassen“.

Gemeinsam mit Hans-Jürgen Boysen, dem derzeitigen Trainer vom Zweitliga-Aufsteigers Kickers Offenbach, gründete Markus Hettinger die 1. Fußballschule Rhein-Neckar. Ausschlaggebend waren hierfür sicherlich auch eigene Negativerlebnisse als Jugendtrainer verschiedener Vereine. „Wenn du siehst, dass ein 14jähriger Probleme hat, einen Ball zu stoppen, macht dich das schon sehr nachdenklich.“

Markus Hettinger träumte schon als kleiner Junge davon, mit Fußballprofis zu trainieren. Er stieß mit seiner Idee bei Hans-Jürgen Boysen auf fruchtbaren Boden. Neu angedachtes Ziel der 1. Fußballschule Rhein-Neckar ist es, einen „Leistungsstützpunkt“ einzurichten. Hier soll die Trainingsarbeit mit den Talenten aller vier Stützpunkte intensiviert werden. Namhafte Unternehmen der Region begleiten die 1. Fußballschule Rhein-Neckar in der Umsetzung ihrer Vorhaben.

In diesen Bericht sind Auswertungen aus dem damaligen Fragebogen rund um die 1. Fußballschule Rhein-Neckar miteingeflossen.

Ihre 1. Fußballschule Rhein-Neckar


Standortwechsel der 1. Fußballschule
Von Mörlenbach nach Weinheim

Die 1. Fußballschule Rhein-Neckar wechselte den Standort: der Stützpunkt Mörlenbach musste der zentralen Lage Weinheims weichen.

Seit dieser Saison ist die Fußballschule auch in Weinheim präsent. Auf dem Gelände des „Seppl-Herberger“-Stadions durfte die 1. Fußballschule Rhein-Neckar rund 70 Kinder in der Zeit von Mai bis Oktober trainieren. Wir hoffen, dass es den Kids in ihrer ersten Saison in Weinheim gefallen hat und freuen uns auf ein Wiedersehen im Jubiläumsjahr.


Torwart-Training mit Markus Gaupp

Torhüter-Sein stand in der Wunschliste vieler Kursteilnehmer in der 1. Fußballschule Rhein-Neckar ganz oben.

Auch in der abgelaufenen Saison gab es für unseren Torwart-Trainer, Markus Gaupp, alle Hände voll zu tun. Etwa 60 Kids wollten bei ihm auf den Spuren von Oliver Kahn wandeln und das Torwart-Handwerk erlernen. Begeistert nahmen die Teilnehmer seinen Unterricht an und waren besonders aufmerksam, als es darum ging beim Training mit den Torhütern der Offenbacher Kickers ein paar Tipps und Kniffe abzuschauen.


Gerd Dais: Eine feste Größe in der Fußballschule
 
Gerd Dais leitet mittlerweile in der 1. Fußballschule Rhein-Neckar auch den Stützpunkt in Frankenthal

Für eine hervorragende Arbeit im Stützpunkt Heidelberg, für die wir uns auch im Namen der Kids an dieser Stelle herzlich bedanken wollen, zeichnet Gerd Dais nicht erst seit diesem Jahr verantwortlich.

In der neuen Saison übernahm er auch in Frankenthal die Leitung und wird sich dort weiterhin um die Belange seiner Schützlinge kümmern. Gerd Dais ist längst zu einer festen Institution in der 1. Fußballschule Rhein-Neckar geworden.

Mit seinem weiteren Engagement in Frankenthal setzt er auch ein Zeichen hinsichtlich einer langfristigen und konstruktiven Zusammenarbeit, die allen Beteiligten (Fußballschule, Trainer und Schüler) zugute kommen wird und so die Sichtung und Förderung von Talenten über einen längeren Zeitraum ermöglicht.


Leserbriefe
Stimmen zum Fußball-Feriencamp 1999

Zunächst hatte ich überhaupt keine Lust, an dem Fußballcamp teilzunehmen. Nach einem harten Schuljahr wollte ich eigentlich ein paar Tage relaxen, zumal ich für die Wochen nach dem Camp einen Ferienjob bekommen hatte. Montagmorgen jedoch beim Empfang in Weinheim war die Stimmung bei den Teilnehmern bereits gut und die Trainer, die ich noch nicht alle kannte, machten einen sympathischen Eindruck.

Als es dann auf den Platz ging, war die Lustlosigkeit wie weggewischt. Verdutzt war ich allerdings, als ein stark behindertes Kind zu mir in die Gruppe der Torhüter kam. Was mich zunächst etwas irritierte, stellte sich schon nach wenigen Stunden als einer der Höhepunkte des Camps heraus. Ich habe bislang kaum einen Menschen kennengelernt, die so viel Selbstvertrauen und Mut an den Tag gelegt haben, wie dieser Junge, vor dem ich den Hut ziehen muss. Ohne das Trainer oder Betreuer etwas sagen mussten, war dieser Junge, mit 2 weiteren Teilnehmern aus einer Behindertenschule, sofort integriert und bei allen Aktivitäten voll akzeptiert.

Da in meiner Altersgruppe (16 Jahre) leider keine weiteren Teilnehmer dabei waren, bin ich abends nach Hause, um der Bettruhe um 22.00 Uhr zu entgehen. Ich habe jedoch mitbekommen, was da am Abend noch alles abging. Turniere wurden organisiert, Spiele jeglicher Art, ein Grillabend mit den Eltern usw. Ich hatte auch den Ein9ruck, dass sich Trainer und Betreuer wahnsinnig angestrengt haben.

Wir hatten da einen guten Vergleich, denn in der gleichen Jugendherberge fand ein weiteres Fußballcamp statt, an dem genauso viele Jugendliche teilgenommen haben, die jedoch von weitaus weniger Trainer und Betreuer beaufsichtigt und trainiert wurden. Außerdem haben wir erfahren, dass dieses Camp weitaus teurer als unseres war.

Neben dem Training, das von vielen Ex-Profis geleitet wurde, haben wir ein Training mit den Profis der Offenbacher Kickers gemacht, waren Schwimmen im Miramar, haben das Spiel SV Waldhof gegen den FC Barcelona besucht und vieles mehr. Wir haben T-Shirts und Trainingsbekleidung erhalten. Für das Training und sonst standen isotonische Getränke zur Verfügung. Insgesamt verging die Woche wie im Flug und war insgesamt eine runde Sache.

Simon Landa

 Im August 1999 fand das Fußballferiencamp der 1. Fußballschule Rhein-Neckar statt. Am ersten Tag war sehr viel Trubel, denn es ging um die Zimmerverteilung. Als jeder seinen Platz gefunden hatte, konnte man erst mal seine Sachen einräumen. Danach ging es gleich zum ersten Training. Langeweile gab es nie, denn neben unserem Training hatten wir viele Freizeitangebote. Zum Beispiel gingen wir ins Kino und waren im Miramar. Außerdem konnten wir Tischtennis und Basketball spielen. Aber das Beste war das Training beim OFC in Offenbach. Die Spieler waren alle sehr nett und nach dem Training erhielten wir von jedem eine Unterschrift auf unsere Autogrammkarten. Mir hat die ganze Woche sehr gut gefallen und beim nächsten Mal wäre ich gerne wieder dabei!

Benjamin Kaufmann


Feriencamp 2000 – Information

Auch im Jahre 2000 wird die 1. Fußballschule Rhein-Neckar wiederum zwei Fußball-Feriencamps (voraussichtlich in Weinheim) durchführen, obwohl aufgrund der Sommerferienregelung die Terminwahl arg begrenzt ist.

Folgende Termine stehen zur Auswahl:
24.07. -28.07.2000 und 31.07. -04.08.2000

Bitte vormerken! Start in die neue Saison der 1. Fußballschule Rhein-Neckar ist wahrscheinlich die Woche vom 24.04.2000. Nähere Informationen erhalten sie mit den Anmeldeformularen.

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